TSV Rudelzhausen

Beim TSV rollt endlich wieder der Ball

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom 18.09.2020

Saisonvorbereitung trotz eines Trainerwechsels durchaus vielversprechend

Rudelzhausen. (red) Im TSV-Lager hat man aufregende Zeiten hinter sich. Nach einer langen fußballlosen Zeit konnte im Juni mit demkontaktfreien“ Trainingsbetrieb begonnen werden. Mitte Juli starteten die Blau-Weißen mit der Vorbereitung für die Restsaison 2019/20. Der Start der Freundschaftsspiele blieb lange Zeit ungewiss. Trotz der langen Pause musste man keine wichtigen Spielerabgänge verzeichnen.

Konditionell war am Anfang natürlich noch gut Luft nach oben, und auch mit Ballgefühl konnten die meisten Aktiven in den ersten Trainingseinheiten noch nicht wirklich glänzen. Aber das legte sich schnell, und am 6. August konnte man mit einem 3:2-Sieg gegen Hohenkammer auch mit den Freundschaftsspielen erfolgreich starten. Danach verlor man aber gegen höherklassige Mannschaften wie den SV Niederlauterbach, den FC Mintraching, den SV Oberhaindlfing und den TSV Nandlstadt. Als Manko zeichnete sich dabei auch klar ab, dass die Rudelzhauser Offensive für zu wenig Gefahr vor dem gegnerischen Kasten sorgte.

„Wir haben bewusst die Herausforderung gesucht und ausschließlich gegen B- und A-Klassisten getestet“, heißt es aus dem TSV-Lager. Im letzten Freundschaftsspiel ging es gegen die „jungen Wilden“ der zweiten Mannschaft, der gemeinsamen SG Rudelzhausen-Tegernbach. Diese hatte sich ja bekanntlich aus der letztjährigen A-Jugend formiert und ist komplett in den Herrenbereich gewechselt Hier war man sich im Lager der Ersten wohl zu sicher, denn obwohl man keine Chancen zuließ, kam man gegen die dicht gestaffelte Defensive der Youngsters auch nicht zu zwingenden Chancen.

Lediglich Mark Fekete hätte in der ersten Halbzeit mit einem Pfostenschuss die Führung auf dem Fuß gehabt. So sieht man das Spiel bei den TSV-Verantwortlichen natürlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Unsere Zweite war bis in die Haarspitzen motiviert und konnte mit ihren Tugenden, Kampfgeist und vor allem Teamgeist, der Ersten ein Unentschieden abtrotzen“, so das Fazit. Im Rudelzhauser Lager will man das Spiel aber nicht überbewerten, denn man sieht das Remis als eine „Watschn zum richtigen Zeitpunkt, so kurz vor Punktspielstart“.

Mitten in der Vorbereitung ging auch ein Trainerwechsel geräuschlos über die Bühne. Coach Martin Hufnagel hat den TSV Mitte August verlassen. Für ihn habe einfach die Chemie zwischen Übungsleiter und Spieler nicht mehr gepasst, so die Erklärung. Abteilungsleiter Christian Schmitt, der sich zu der Zeit im Urlaub befand, zeigte sich trotz der schwierigen Situation begeistert, denn Matthias Hofmann war sofort bereit, zusammen mit Michal Baron kurzfristig zu übernehmen.

Trainer-Dreigestirn

Urlaubsbedingt konnte das weitere Vorgehen zum Thema Trainer auch erst Anfang September mit der Abteilungsleitung final geklärt werden. Zu dem Team ist nun auch noch Werner Rauscher jun. gestoßen. Somit hat man in Rudelzhausen ein Dreigestirn, wobei Hofmann als Chef an der Linie fungiert, Baron und Rauscher aktiv mitspielen. Abteilungsleiter Christian Schmitt freut sich sehr über diese kurzfristige interne Lösung: „Wir sehen uns sehr gut aufgestellt für die kommenden Wochen. Diese Lösung zeigt auch, dass die Chemie in der Mannschaft stimmt und alle im Verein an einem Strang ziehen. Zunächst wird das Dreigestirn bis zur Winterpause das Sagen haben. Wir werden in den nächsten Wochen entscheiden, wie wir dann weitermachen.“

Zwei Sonntagsspiele

Am Sonntag werden beide Rudelzhauser Seniorenteams daheim auflaufen. Somit werden seit langem wieder einmal zwei Teams aneinem Spieltag hintereinander auflaufen. Die erste Mannschaft kickt um 14.45 Uhr gegen die SpVgg Steinkirchen 2, die Zweite um 17 Uhr gegen den SV Irsching 2. „Mit der Ersten haben wir uns diese Woche gut auf das Spiel vorbereitet und wollen auf jeden Fall einen Dreier einfahren. Die Zweite will  gegen die Gäste aus Irsching ebenfalls punkten“, so der ins Auge gefasste Fahrplan.

Besonders freuen sich die Rudelzhauser darauf, dass das Spiel vor Zuschauern stattfinden kann. Hierzu werden die TSV-ler am Sportheim extra Plätze ausweisen.  „Wichtig ist, dass sich die Zuschauer an die Abstandsregeln halten und sich bei Betreten des Sportgeländes  in die Anwesenheitsliste eintragen“, so der Hinweis aus der Vereinsführung. Was die Rudelzhauser auch besonders freut: Das Sportheimteam mit Kioskbetrieb wird geöffnet haben.