TSV Rudelzhausen

Berichte der Abteilungen bei Jahresversammlung: Junge TSV-Fußballer werden „knapp“

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom 04. August 2011

Nachwuchskicker und Taekwondo-Generation „18 bis 27″ fehlen – Tennis plant Tribüne

Von Christine Hainzinger

Rudelzhausen. Weniger werden die jungen Mitglieder in den Vereinen fast allerorten, das merken auch die Verantwortlichen beim TSV. Bei der Jahreshauptversammlung des Sportvereins am Freitag im Gasthaus Festner brachten die drei Abteilungen ihre Berichte vor, in denen die Fußballer von weniger Jugendspielern, die Taekwondoka von der „weggebrochenen Generation 18 bis 27″ und die Tennis-Abteilung vom Wunsch einer Tribüne berichteten.

Die TSV-Fußballer fiebern bereits dem Saisonauftakt in der Kreisklasse am Samstag (17 Uhr) entgegen, auf die erste Mannschaft wartet dabei gleich vor heimischer Kulisse das Derby gegen Au. Von einer „guten Trainingsbeteiligung“ berichtete Abteilungsleiter Jens Engelmann bei der Jahreshauptversammlung. Neuer Spielleiter bei den Senioren ist Bernd Wagner. Auch einen neuen AH-Leiter hat der TSV. Gerhard Hofer hat die Truppe übernommen und Engelmann lobte, „dass es jetzt vor, während und nach dem Spiel sehr gut läuft. Da haben sich einige an die Nase gefasst“.

Reibungslos funktioniert der Spielbetrieb bei den Junioren, berichtete der Abteilungsleiter. In der kommenden Spielrunde wird wieder mit den Nachbarvereinen aus Tegernbach, Puttenhausen und Au zusammengearbeitet, weil der TSV alleine nicht mehr alle Altersklassen besetzen kann. „Es wird immer knapper mit der Jugend. Vielleicht sollten wir in einigen Jahren mal über eine JFG nachdenken“, brachte Spartenchef Engelmann eine Jugendfußball-Gemeinschaft mit Mannschaften aus der Umgebung ins Spiel.

In seiner Taekwondo-Abteilung machte Leiter Bernd Todtenbier im vergangenen Jahr einen ,.Generationswechsel“ aus, die Altersgruppe der 18- bis 27-Jährigen ist dabei weggebrochen, weil es diese Aktiven zumeist aus beruflichen Gründen weg aus Rudelzhausen gezogen hat. „Das hat uns sehr weh getan, wir versuchen das jetzt wieder aufzufrischen“, kündigte er an. Wieder anbieten möchte die Taekwondo-Abteilung deshalb ein Einsteigertraining, das stets gut ankommt, sowie einen Selbstverteidigungskurs.

Im Kinder- und Jugendbereich haben die Taekwondoka dagegen keine Probleme, so Todtenbier, hier kümmern sich auch fünf Kindertrainer um die jüngsten Aktiven. „Bestes Pferd im Stall“ der Abteilung ist Stefan Brummer, der bei vielen nationalen und internationalen Wettkämpfen an den Start geht und sich auch als Trainer engagiert, lobte Todtenbier.

Größtes Problem der Tennis-Abteilung des TSV war im vergangenen Jahr die Verlängerung der Pacht für zwei Plätze, die nach mehreren Verhandlungen aber wieder erreicht werden konnte. Der Dank von Abteilungsleiterin Evi Lewandowsky ging an den früheren Spartenchef Hermann Klement sen., der die Tennisler dabei sehr unterstütze.

Mit den neun Mannschaften, davon fünf Jugendteams, sind die vier Plätze am Tennisheim gut ausgelastet, berichtete Lewandowsky. Ebenso die Zuschauerplätze an der Tennislaube – deshalb würden sich die Mitglieder eine kleine Tribüne wünschen, die vor dem Tennisheim errichtet werden könnte. Wegen der Materialkosten von rund 1000 Euro muss man hier aber „noch überlegen“ erklärte die Abteilungsleiterin.