TSV Rudelzhausen

TSV Rudelzhausen: Der Stellvertreter springt in die Bresche

Bericht aus dem Freisinger Tagblatt vom 27. August 2008

Einen neuen Ersten Vorsitzenden wählten die Mitglieder des TSV Rudelzhausen am vergangenen Freitag. Werner Rauscher, bisher Vize, erklärte sich bereit, die Position von Lorenz Heigl zu übernehmen.

VON HERBERT FEIND

Rudelzhausen – Vor zwei Jahren gab Günther Dumsky sein Amt als Vorsitzender des TSV aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen ab. Ein Nachfolger konnte damals nicht gefunden werden (wir berichteten). Um ein Auseinanderfallen des Vereins zu vermeiden, erklärte sich Lorenz Heigl, der dieses Amt viele Jahre inne hatte und schon längst zum Ehrenvorsitzenden erkoren war, bereit, in die Bresche zu springen. „In zwoa Jahr miaßts aber an neuen Ersten ham, denn dann hör i endgültig auf!“, ließ Heigl damals verlauten. Dies war nun der Fall. 

Die neue Vorstandschaft des TSV Rudelzhausen präsentierte (v. l.) Bürgermeister Konrad Schickaneder: den Ehrenvorsitzenden

Routiniert leitete Heigl den Verein die vergangenen beiden Jahre. Während dieser Zeit fand sich glücklicherweise eine neue Führungskraft. Werner Rauscher, langjähriger aktiver Spieler des TSV, signalisierte nach zahlreichen Gesprächen in der Vorstandschaft und auch auf Drängen der Fußballer seine Bereitschaft. Die Wahl war eine klare Sache. Mit 61 Stimmen bei einer Enthaltung wurde er gewählt. Die Position als Stell wird Nikolaus Hofmann, der Sohn des ehemaligen Vorsitzenden Georg Hofmann, besetzen. Schatzmeister bleiben nach wie vor Peter Geier und Alois Winkler, Schriftführerin ist künftig Astrid Chaluppa für Birgit Riester, die nach acht Jahren aufhört. Wie stark das Vertrauen der Mitglieder in ihre Führungsmannschaft ist, zeigte die Wahl: Bei keiner Position gab es einen Gegenkandidaten beziehungsweise eine Gegenstimme.

Die einzelnen Abteilungsleiter berichteten von Erfolgen der aktiven Sportler. Beim Tennis verzeichnete man im abgelaufenen Vereinsjahr 25 Neumitglieder. Acht Mannschaften habe man gemeldet, teilte Abteilungsleiterin Evi Lewandowski mit. Mehr wären auch nicht möglich, da nur vier Plätze zur Verfügung stehen. Auch im Fußball brachte die Trainerneuverpflichtung von Christian Müller Erfolge. Abteilungsleiter Jens Engelmann berichtete, dass nach dem drohenden Abstieg zur Halbzeit, mit dem elften Platz der Klassenerhalt noch geschafft worden sei. Sieben Mannschaften habe man derzeit im Spielbetrieb. Die größten Erfolge weist die Taekwondo-Abteilung vor. So belegte man bei den bayerischen Meisterschaften zwei erste Plätze, einen dritten und einen vierten Rang.

Die Namensänderung aufgrund der Fusionsauflösung mit dem SC Tegernbach war für die Mitglieder nur Formsache. Ohne Gegenstimme wurde der Verein wieder in TSV Rudelzhausen zurückbenannt. Der neue Vorstand informierte die Versammlung aber auch darüber, dass einige Veränderungen anstünden. So wolle man unter anderem einen Aufwärmplatz und auch einen Kleinfeldplatz für die E- und F-Jugend schaffen. Der Bauer, dem die entsprechenden Grundstücke gehören, habe schon Bereitschaft gezeigt, diese zu verpachten, es müssten nur noch einige Formalitäten geklärt werden.