TSV Rudelzhausen

Keine Probleme bei Suche nach HeigI-Nachfolger: Werner Rauscher neuer TSV-Vorsitzender

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom 25. August 2008

Nikolaus Hofmann Stellvertreter – Namensänderung einstimmig vollzogen

Von Christine Hainzinger

Rudelzhausen. Der „Job“ des Wahlleiters war in den vergangenen Jahren des öfteren kein leichter für Bürgermeister Konrad Schickaneder, wenn er bei der Jahreshauptversammlung des TSV bei der Neuwahl des Vorstands im Einsatz war. Nicht so am Freitag, als im Sportheim die Wahl des Nachfolgers von Lorenz Heigl anstand. Werner Rauscher wurde von allen 62 anwesenden Stimmberechtigten zum neuen Mann an der Spitze des TSV gewählt –  und auch auf den weiteren Führungspositionen gab es einige Veränderungen.

Den Stellvertreterposten, den bisher Rauscher inne hatte, übernimmt  nun Nikolaus Hofmann. Kassier bleibt Peter Geier, sein Stellvertreter ist weiterhin Alois Winkler. Nach acht Jahren im Amt wollte aber Schriftführerin Birgit Riester nicht mehr kandidieren. Ihren Posten übernimmt künftig Astrid Chaluppa.

Letzte Amtshandlung des „Ubergangsvorsitzenden“ Lorenz Heigl, der nach seiner Ernennung zum Ehrenvorsitzenden nochmals die TSV-Spitze übernahm, um den Verein vor der Führungslosigkeit zu bewahren, war eine Schelte für die jüngeren Mitglieder. Vor allem beim Abbau des Volksfestzeltes hätte es an der Unterstützung der jungen Fußballer gefehlt, kritisierte Heigl und meinte: „Wenn sich das nicht ändert, sehe ich schwarz für das Volksfest“.

Bürgermeister Konrad Schickaneder und Ehrenvorsitzender Lorenz Heigl freuten sich über die problemlose Neuwahl des

Obwohl der erste der vier Biertage dieses Jahr auf den 1. Mai fiel und an diesem Tag 20 Hektoliter Bier weniger als sonst zum Volksfestauftakt ausgeschenkt wurden, war der Verein mit dem Verlauf des Festes zufrieden. Kassier Peter Geier berichtete zudem von einem Kassenplus, nach unten ging es jedoch bei den Mitgliederzahlen. 630 Personen gehörten im Vorjahr dem TSV an, nun sind es nur noch 561. Vor allem auf die Auflösung der Fußball-Fusion mit dem SC Tegernbach und den Wegfall der Damen-Mannschaft im Fußball sei dies zurückzuführen, erklärte Geier.

Wegen der Scheidung der „Fußball-Ehe“ stand auch die Änderung des Vereinsnamens an. „TSV Rudelzhausen/Tegernbach“ lautete dieser in den vergangenen Jahren, nun wird der Name des Nachbarorts wieder gestrichen. Damit kommt nach der notariellen Beglaubigung viel „Umschreibarbeit“ auf den TSV zu.

Umgeschrieben wurden auch die Spielerpässe der Tegernbacher Nachwuchskicker der A- bis D-Junioren, die bislang noch beim TSV SC haben jüngst eine Spielgemeinschaft für die Juniorenteams, die auf dem Großfeld spielen, vereinbart.  Federführender Verein ist der TSV. Die A- und C-Junioren werden in Rudelzhausen spielen, die D-Jugend in Tegernbach. Die Kosten sollen „einigermaßen gleichmäßig“, so Abteilungsleiter Jens Engelmann, auf beide Vereine aufgeteilt werden. Eine Ausnahme sind die B-Junioren, hier ging der TSV eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Au ein. Bei den E- und F-Junioren bleiben die Tegernbacher Jugendspieler im TSV gemeldet, da in diesen Altersklassen keine spielgemeinschaft möglich ist.

Ein Geschenk überreichte der neue Vorsitzende Werner Rauscher an seinen Vorgöänger Lorenz Heigl.

Acht Mannschaften hat die Tennis-Abteilung gemeldet und damit die Platzkapazität absolut ausgeschöpft, berichtete Abteilungsleiterin Evi Lewandowsky. Von den Vorhaben der sportlich sehr erfolgreichen Taekwondo-Abteilung berichtete der stellvertretende Spartenchef Jonas Hönnebeck. Im kommenden Jahr sollen elektronische Kampfwesten und Spiegel für die Formenläufer angeschafft werden. Mit 2 500 Euro hat sich die Abteilung zudem an der Erneuerung des Turnhallenbodens beteiligt, wofür Bürgermeister Konrad Schickaneder dankte. 

Einiges „erneuert“ werden soll auch beim TSV. Werner Rauscher kündigte Änderungen beim Volksfest sowie einige Umbaumaßnahmen um das Sportheim an. Ein Aufwärmplatz hinter dem bestehenden Fußballfeld soll errichtet werden, zudem würde dem neuen Vorsitzenden eine sechs bis acht Meter große „Tribüne“ am Hauptplatz gefallen. „Ich hoffe, dass ich das so umsetzen kann, wie ihr euch das vorstellt,“ sagte Rauscher in seiner „Antrittsrede“.