TSV Rudelzhausen

„Stimmungsmacher“ verärgern den TSV

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom 16. April 2008

Stellungnahme zum Ende der Fußball-Fusion mit dem SC – „Gesprächsbereitschaft ist da“

Von Christine Hainzinger

Rudelzhausen. Unruhe ist bei den Mitgliedern des TSV eingekehrt, seit der SC Tegernbach die Aufhebung der Fußball-Fusion beschlossen hat. Bei einer Vorstandssitzung nahm die TSV-Führung mit Vorsitzenden Lorenz Heigl, Stellvertreter Werner Rauscher, Kassier Peter Geier und Schriftführerin Birgit Riester nun Stellung zu den Punkten, die vom SC als Gründe für die Auflösung der Fusion genannt wurden. Damit soll der Unruhe unter den eigenen Mitgliedern entgegengewirkt werden, heißt es in einer schriftlichen Erklärung des TSV.

„Die Fußball-Abteilungsleitung sollte immer mit gleich vielen Mitgliedern des TSV und des SC besetzt werden. Leider stellten sich vom SC nur einzelne Personen zur Verfügung, welche zudem durch den SC nur wenig Unterstützung erhielten. Bei der jüngsten Abteilungswahl konnten keine Tegernbacher gefunden werden, die sich für ein Amt zur Verfügung stellten. Natürlich hatten die Rudelzhausener dadurch mehr Verantwortung und mehr Einfluss auf die Entscheidungen,“ lautet die TSV-Antwort auf die Kritik des SC, dass in der Fußball-Abteilung beide Vereine zuletzt nicht mehr „auf Augenhöhe“ waren. 

Bei der Jahreshauptversammlung des SC hatten Vorsitzender Georg Gschlößl wie auch einige Mitglieder ein „Alleinstellungsrecht“ des stellvertretenden TSV-Vorsitzenden Werner Rauscher ausgemacht. Dem widerspricht der TSV: „Sowohl im TSV-Vorstand als auch in der Abteilungsleitung wird demokratisch abgestimmt. Nicht einer allein, sondern die komplette Abteilungsleitung entscheidet. Daher entschieden die Abteilungsleitung und die Spielleiter der Herrenmannschaft, Christian Schmitt und Werner Rauscher, über Spieler- und Trainerverpflichtungen. Wie vereinbart, werden Entscheidungen von der Fußballabteilung getroffen, ohne dass die TSV-Führung eingreift. So wurde auch der Vorstand des SC nicht in die abteilungsinternen Entscheidungen einbezogen.“

Von SC-Seite wurde vor allem kritisiert, dass die Heimspiele der Senioren nur in Rudelzhausen ausgetragen werden und nicht, wie vom SC angestrebt, saison- oder halbserienweise auch in Tegernbach. „Die Fußballer können nicht entscheiden, wo gespielt wird. Das hat der Vorstand zu entscheiden,“ sagte Georg Gschlößl bei der SC-Jahreshauptversammlung. Dazu die Stellungnahme des TSV: „In der ‚Fusions‘-vereinbarung wurde nie ein Spielort festgelegt. Die Abteilungsleitung sollte darüber mit den jeweiligen Trainern und den Spielern entscheiden. Man war bestrebt, die Spiele der Junioren und Senioren auf Tegernbach und Rudelzhausen zu verteilen. Im Herbst 2005 wurde entschieden, dass die Seniorenmannschaften zweieinhalb Jahre in Rudelzhausen spielen. Diese Vereinbarung läuft im Sommer aus und hätte neu verhandelt werden müssen. Stattdessen wurden vom SC leider geheime Gespräche zur Abspaltung geführt.“ Auf die Vereinbarung zum Spielort bezog sich auch Gschlößl mehrmals. Er kritisierte aber, dass „Kompromissvorschläge des SC vom TSV nicht angehört wurden“.

Die TSV-Führung „wurmt“ außerdem, wie sich einige SC-Mitglieder verhalten: „Es ist schade, dass durch eine Gruppierung schlechte Stimmung gemacht wird und dass die jahrelange gute Zusammenarbeit im Senioren- und vor allem im Jugendbereich auf‘s Spiel gesetzt wird.“ Dass „an einer engen Zusammenarbeit der Vereine kein Weg vorbeiführt,“ wie jüngst von Georg Gschlößl geäußert, bestätigt auch der TSV. „Von unserer Seite ist Gesprächsbereitschaft da,“ ist von der Vereinsführung zu vernehmen.

Wie es mit der Zusammenarbeit im Schüler- und Jugendbereich weitergeht, steht noch nicht fest. Auch der TSV möchte diese fortsetzen. Derzeit werden die Eltern der Nachwuchskicker von Abteilungsleiter Jens Engelmann über mögliche Entwicklungen informiert.