TSV Rudelzhausen

Neuwahlen verlaufen reibungslos: Damen dominieren bei der Tennisabteilung

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom  26. Oktober 2004

Evi Lewandowsky bleibt Abteilungsleiterin – Keine Einigung über Meisterschaften 

Rudelzhausen (hai). „Frauenpower“ ­ hat sich die Tennisabteilung für die kommenden zwei Jahre auf ihre Fahnen geschrieben. An der Spitze der TSV‑Abteilung bleibt nach der Neuwahl am Freitag im Gasthaus Festner-Busch weiterhin Evi Lewandowsky. Große Sorgen hatten die Tennisler noch vor einem Monat, als für zwei Ämter der Vorstandschaft keine neue Besetzung zu finden war. Nach der „Brandrede“ von Evi Lewandowsky bei der Versammlung des Hauptvereins präsentiert sich die Führungsmannschaft jetzt aber komplett und fest in Damenhand.

„Frauenpower“ bei der Tennisabteilung: Evi Lewandoesky (3. v.l.) bleibt an der Spitze. Neu in der engeren Führungsmannschaft sind Mike Ewerling, Helga Bauer und Andrea Heigl.                                                     Foto: Hainzinger

Die „Hähne im Tenniskorb“ sind der neue zweite Abteilungsleiter Mike Ewerling, der das Amt von Paul Petz übernahm, sowie Josef Rauscher im Ausschuss. Neu in der Abteilungsleitung sind Helga Bauer als Kassier, sie beerbte Josef Ostermeier, und Andrea Heigl, die das Schriftführeramt von Marion Schwertl übernahm. Den Ausschuss besetzen neben Rauscher noch Helga Niedermaier und Lucia Walther.  

Erleichtert aufgrund des reibungs­losen Ablaufs der Neuwahl war Evi Lewandowsky. Bei der Wahl vor zwei Jahren blieb die Abteilungsleiterin wegen der mangelnden Bereitschaft der Mitglieder noch auf einigen Äm­tern sitzen. Um eine Wiederholung zu verhindern, zog Lewandowsky dieses Mal schon bei der Versammlung des Hauptvereins vor ei­nem Monat die Reißleine und appel­lierte an die Verantwortung der Tennisler. Mit der neuen Besetzung der Abteilungsleitung kann jetzt sogar eine Umstrukturierung vorgenommen werden. So wird sich der neue „Vize“ Mike Ewerling auch weiterhin als Jugendleiter um den Tennis-Nachwuchs kümmern, unterstützt wird er dabei von Lucia Walther.

Erfreulich fällt für die Abteilung auch die finanzielle Bilanz aus. Unter dem Strich bleiben nach Einnahmen und Ausgaben im vergangenen Jahr 4 000 Euro in der Kasse. „Gut gewirtschaftet“ bescheinigte Evi Lewandowsky deshalb auch dem scheidenden Kassier Josef Ostermeier.

Aufschwung für die Jugendarbeit der Tennisler gab es im vergangenen Jahr durch zusätzliche Einnahmen von der TSV‑Party „Candy‑Night“. Trainiert werden die Nachwuchs­spieler dabei in Wolnzach vom ehe­maligen Daviscup‑Spieler Zoran Obradovic. Bemühen muss sich die Abteilung dennoch um Zuwachs bei der Jugend. „Vor allem in der Alters­gruppe der sechs‑ bis Zehnjährigen schauts mager aus,“ erklärte Evi Lewandowsky.

Lob gab es von einem ehemaligen Jugendleiter der Tennisabteilung, Bürgermeister Konrad Schickaneder. Er bescheinigte der Abteilung, dass „alles in bester Ordnung“ sei und wünschte der neuen Führungsmann­schaft einen guten Start, „und hörts auch auf eure Mitglieder“. Dass dies nicht immer leicht ist, bekam die alte und neue Abteilungsleiterin Lewandowsky noch am selben Abend zu spüren. Als sie die Mitglieder nach ihrer Meinung zu den Vereinsmeisterschaften im kommenden Jahr fragte, bekam sie als Antwort vieles zu hören, nur nichts, was zu einem tragfähigen Kompromiss gemacht werden könnte. Verschoben auf die Frühjahrsversammlung wurde deshalb die Entscheidung, ob Einzel- oder Doppelmeisterschaften über­haupt ausgespielt werden sollen.