TSV Rudelzhausen

Träume sind geplatzt

Bericht aus der Freisinger SZ vom  17. Juli 2002

Rudelzhausens Junioren gelingt kein Sieg über „Bayern“

Rudelzhausen • Als die Teilnehmer am Holledauer D-Junioren-Cup vorgestellt werden sollten, herrschte zunächst Ratlosigkeit bei den Organisatoren, denn die Fußballer der SpVgg Unterhaching waren immer noch nicht auf der Sportanlage in Tegernbach erschienen. Erst nach etlichen erfolg­losen Versuchen, Unterhachinger Verantwortliche telefonisch zu erreichen, erhielt Martin Karber die Gewissheit: Aus dem Münchner Vorort würde an diesem Tag keine Mannschaft mehr bei seinem Turnier aufkreuzen. Also musste von einer Minute auf die andere ein neuer Turnierplan aufgestellt werden.

Die Mannschaftsführer einig­ten sich problemlos auf einen neuen Modus: Jeder gegen Jeden mit Punkte- und Torewertung. Dass in der Endabrechnung die Tordifferenz den Ausschlag geben sollte, ahnte wahrscheinlich niemand.

In der Eröffnungsbegegnung zeigten die Nachwuchskicker des FC Bayern München gegen den TSV Eching, wie sie sich den Ausgang vorstellten. Die Echinger wurden glatt 7:1 abgefertigt. Den Buben vom TSV Nandlstadt ging es später beim 0:7 nicht besser. Dagegen brachte der TSV Rudelzhausen/Tegernbach den Mit-Favoriten in Schwierigkeiten. Zwei Mal ging er durch Tore von Andreas Kellner in Führung, am Ende aber gewannen die Münchner doch 3:2. Der „Traum von einem Unentschieden oder sogar einem Sieg“, wie Karber sagte, war nicht in Er­füllung gegangen.

Der TSV 1860 München legte sich beim 9:0 gegen Eching und dem 4:0 gegen die Heimelf noch erfolgreicher ins Zeug. Zudem erzielte er ebenfalls ein 7:0 gegen Nandlstadt. Mit ihren Dribbelkünsten brachten Furkan Oezcal oder Arthur Kubica ihre Gegner ein ums andere Mal in Verlegenheit. Kubica wurde schließlich gar als Spieler des Tages ausgezeichnet.

So kam es in der letzten Begegnung zwischen „Bayern“ und „1860″ quasi zu einem Endspiel. Die 60’er legten los, als wollten sie die Bayern ebenso überrennen wie ihre vorherigen Gegner. Doch mit viel Glück bei zwei Lattentreffern hielt die Bayern-Abwehr stand. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Bayern stärker, doch ein Tor wollte nicht fallen.

Damit hatten die Blauen aufgrund des besseren Torverhältnis­ses das Turnier gewonnen. Dritter wurde der TSV Rudelzhausen/Tegernbach – ebenfalls durch das bessere Torverhältnis gegenüber dem TSV Eching. Dazu hatte si­cherlich auch die starke Leistung von Matthias Hofmann beigetragen, der dafür von den Trainern zum besten Torwart gewählt wurde, nk

Die Mannschaftsführer bei der Siegerehrung des Holledauer Cups für D-Junioren: Der TSV Rudelzhausen/Tegernbach beendete sein eigenes Turnier auf Platz drei