TSV Rudelzhausen

Abteilungsleiter verliert seinen Kampf

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom 08. Januar 2002

Rudi Ostermeier verliert seinen Taekwondo-Chefposten an Bernd Todtenbier

Dass die Kampfsportabteilung wieder zusammenwächst und die Mitglieder auch miteinander reden, hat Bernd Todtenbier, der neue Taekwondo-Chef des TSV Rudelzhausen/Tegernbach, zum vorrangigen Ziel seiner künftigen Arbeit erklärt. Im Amt ist er seit Freitagabend, als er bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung eine Kampfabstimmung gegen Amtsinhaber Rudi Ostermeier mit 15:11 für sich entschied.

Denn darüber konnten auch die beinahe sensationellen sportlichen Erfolge einiger Akteure nicht hinwegtäuschen: In der Taekwondo-Abteilung hing der Haussegen gehörig schief. Und das nicht erst seit kurzem, sondern exakt ab dem Moment, da Rudi Ostermeier nach einer Kampfabstimmung gegen Rainer Kellerer den Vorsitz übernahm.

Die Zeit der internen Grabenkämpfe soll vorbei sein bei der Taekwondo-Abteilung des TSV. Das hoffen die neue Abteilungsleitung um Bernd Todtenbier (mitte) und TSV-Vorsitzender Franz Nadler (links)

Ostermeier machte in der Versammlung keinen Hehl daraus, dass es innerhalb der eigenen Reihen einen starken Gegenpol gebe, die Kampftruppe quasi in zwei Lager gespalten sei. Das erschwere die Arbeit der Führungscrew ungemein. Deshalb auch seine eindringliche Warnung: „Wenn das Wahlergebnis heute wieder so knapp wie das letzte Mal ausfällt, werde ich das Amt nicht annehmen.“

Muss er auch nicht mehr, denn Ostermeier hatte sich Kopfzerbrechen über „ungelegte Eier“ gemacht. Neben  ihm wurde nämlich auch Bernd Todtenbier für das Amt des Abteilungsleiters vorgeschlagen – und die Mitglieder entschieden sich in der Abstimmung mit 15:11 für Todtenbier und damit für einen Neuanfang.

Einigkeit herrschte hingegen bei der Besetzung der übrigen Posten. Rainer Kellerer steht nach einer kurzen „Auszeit“ jetzt wieder als Abteilungs-Vize zur Verfugung, Brigitte Forster verwaltet weiterhin die Kasse, während Brigitta Schuster Engelbert Neumayr als Schriftführer ablöste. In ihren Referentenämtern wurde Michael Plenagl (Jugend), Hans Brüll (Turniere und Lehrgänge) und Hubert König (Kinder) bestätigt, während sich Brigitte Kusiak erst nach einigem Zureden bereit erklärt, für „allgemeine Aufgaben“ (bisher Lorenz Hölzl) einzuspringen.

TSV-Vorsitzender Franz Nadler zeigte sich nach dem erfolgreichen Wahlgang erleichtert und gratulierte zu den überragenden sportlichen Erfolgen in jüngster Zeit. Dass sie künftig ausbleiben, kann man sich kaum vorstellen. Wo jetzt doch auch noch Harmonie einkehren soll bei den zuletzt an zwei Fronten kämpfenden Taekwondoka.