TSV Rudelzhausen

Gemäßigter Start in den Trainingsbetrieb

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom 06.06.2020

Rudelzhausen. (red) Beim TSV Rudelzhausen haben jetzt die Jugendteams den Trainingsbetrieb im Fußball wieder aufgenommen. Bereits letzte Woche trainierten wieder zwei Mannschaften (D1, C), und es folgen voraussichtlich pro Woche weitere ein bis zwei Mannschaften. Die Herren starten nächste Woche, F-Jugend und Bambini müssen sich aufgrund von Umsetzungsschwierigkeiten noch gedulden.

„Es kommt also zu einem gemäßigten Start, der die Koordination und Kontrolle erleichtert“, so Jugendleiter Christoph Geier, zuständig auch für die Kooperation im Jugendbereich mit dem SC Tegernbach und dem SV Puttenhausen, gleichzeitig in diesen Tagen auch „Corona-Beauftragter“.

Klare Vorgaben

Vor dem Trainingsstart hat man in der Jugend- und Vereinsführung freilich ein klares Konzept zur Wiederaufnahme des Betriebes erarbeitet. Die Trainingsbestimmungen basieren auf den Vorgaben des Bayerischen Fußballverbandes und der Staatsregierung. Es erfolgt eine wöchentliche Zuteilung der Trainingsmöglichkeit in Abstimmung mit der Jugendleitung; der Mindestabstand in jeder Situation beträgt 1,50 Meter; jeglicher Kontakt mit Personen/Gegenständen ist zu vermeiden; jeder Spieler und Trainer desinfiziert vor Betreten und nach Verlassen des Platzes die Hände. Desinfektionssprays stehen auf der Sportanlage bereit; sämtliches Trainingsmaterial wird vor dem Training desinfiziert. Ausnahme: Ein Trainer hat für seine Trainingsgruppe eigene/private Bälle bzw. Hütchen, die nur er berührt.

Das Betreten der Räumlichkeiten ist nur zur Bereitstellung und Desinfektion der Materialien erlaubt. Das Training erfolgt in Kleingruppen von maximal vier Spielern plus Trainer, in Ausnahmefällen sind auch fünf Spieler möglich. Diese werden bereits beim Betreten des Platzes in Kleingruppen eingeteilt. Besprechungen mit allen Spielern sind möglichst zu vermeiden. Es er folgt das Markieren einer „Station“ für jeden Spieler innerhalb seiner Kleingruppe mit einem Hütchen.

Keine Zweikämpfe

Pflicht ist das Führen einer Anwesenheitsliste mit Anmerkung, in welcher Kleingruppe ein Spieler war. Zweikampfsituationen sind nicht erlaubt, auch keine Spielformen. Kein Training gibt es bei Regen/Nässe. Und sämtliche Vorgänge sind mit dem Corona-Beauftragten abzustimmen.

Fußballtraining in Corona-Zeiten geht nur unter Einhaltung sämtlicher Regeln.

Fußballtraining in Corona-Zeiten geht nur unter Einhaltung sämtlicher Regeln.

Die Besprechung der einzelnen Auflagen sind vorab von Spielern und Eltern daheim notwendig. Die Unterstützung der Trainer erfolgt nach Bedarf. Fahrgemeinschaften dürfen keine gebildet werden, und die Teilnahme am Training erfolgt auf rein freiwilliger Basis. Bei Krankheitssymptomen darf nicht daran teilgenommen werden.

Geier: „Für uns kommt nur eine hundertprozentige Umsetzung der Auflagen infrage. Könnten wir diese nicht gewährleisten, würden wir auch keinen Trainingsbetrieb gestatten.“ Die Vorgaben würden auf den ersten Blick klar abschrecken, aber mit guter Organisation sei auch mit geringem Aufwand ein gutes Training möglich. Dabei gehe es in keinster Weise um Wettkampfvorbereitung, denn es stehe ja sicher fest, dass vor September kein Ligaspielbetrieb wieder beginnt. Wieder aufgefrischt werden sollen die technischen und koordinativen Fähigkeiten, ist den Machern vielmehr wichtig. Und dass sich die Kinder wieder treffen und gemeinsam Sport machen können (mit dem gebotenen Abstand natürlich) und vor allem Spaß haben.

„Wir sehen es als unsere Pflicht an, den Kindern im Rahmen der Möglichkeiten auf freiwilliger Basis, das lange vermisste Gemeinschaftsgefühl zu ermöglichen“, betont Geier. „Aus den bisherigen Erfahrungen heraus zeigt sich, es klappt. Grundlage ist sicherlich eine umfangreiche Kommunikation mit Spielern und Eltern und natürlich, dass alle Beteiligten auch wollen und an einem Strang ziehen.“