TSV Rudelzhausen

Kleine Geste für großes Engagement

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom 14.02.2014

Landrat Michael Schwaiger verleiht Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten

Landrat Michael Schwaiger und die am Mittwochabend mit dem „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten“ für ihr ehrenamtliches Engagement Ausgezeichneten.   Foto: Fößmeier

Von Christine Fößmeier
Au/Freising. Offiziell heißt es „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern“. Verliehen wurde diese Anerkennung am Mittwochabend durch Landrat Michael Schwaiger. Zehn Ehrenamtliche waren im großen Sitzungssaal des Landratsamtes anwesend und bekamen nach einer auf jeden einzelnen abgestimmten kleinen Laudatio eine Urkunde überreicht und von den ebenfalls anwesenden Bürgermeistern die Ehrennadel zumeist auch direkt angeheftet.

Bevor er die Ehrenzeichen überreichte, übermittelte Schwaiger zunächst den Dank des Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Er selbst kam nicht umhin festzustellen, dass der Landkreis ohne das Engagement der Anwesenden ärmer wäre: „Vieles würde nicht funktionieren, wie wir es gewohnt sind, und wie wir es uns wünschen, egal ob wir an soziale, kulturelle, sportliche Aktivitäten oder aber auch an Feuerwehr, Rettungsdienste oder die Jugendarbeit denken.“

Kein Verein könne ohne Ehrenamtliche existieren, ansonsten würde „ein großer Teil unserer Kultur, unserer Heimat wegbrechen“. Und: „Unsere Vereine machen unsere Gemeinden, unsere Städte lebendig. Sie machen sichtbar, dass sich die Bürger mit ihrer Gemeinde identifizieren.“ Tatsächlich sei ein Drittel aller Deutschen in der Freizeit für die Allgemeinheit aktiv.

Die Vielfältigkeit der Vereinslandschaft im Landkreis Freising zeigte sich dann an den verschiedenen Arten des Engagements der Ausgezeichneten Paula Fink, Alfons Gantner, Peter Geier, Isolde Götz, Rudolf Haslauer, Walter Kitschke, Hermann Kopp, Anna Pischinger, Thomas Scharlach, Helmut Schreck, Georg Stegschuster und Josef Zellner. Mindestens 15 Jähre hat jeder von ihnen ehrenamtlich gearbeitet.

Aus Au stammen Helmut Schreck und Josef Zellner, die von Bürgermeister Karl Ecker die Ehrennadeln angesteckt bekamen. Schreck war bis 2000 viele Jahre Vorsitzender des TSV Au und ist seit 2006 Stellvertreter sowie Schriftführer beim VdK-Ortsverband Au. Seit 1975 ist Zellner für den TSV Rudelzhausen tätig und eine treibende Kraft der Taekwondo-Abteilung. 

Ausgezeichnet durch ihren Bürgermeister Paul Bauer wurde die Gammelsdorferin Paula Fink. Sie engagiert sich seit 1989 insbesondere im Vorstand des örtlichen Sportvereins FVgg Gammelsdorf und organisiert hier auch eine jährliche Busradtour.

Bürgermeister Konrad Schickaneder durfte drei Rudelzhausener auszeichnen. Peter Geier ist sei 1990 Kassier im Sportverein TSV Rudelzhausen. Anna Pischinger war bis zum April 2013 28 Jahre lang die Schatzmeisterin im Zweigverein Rudelzhausen des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Gleich in mehrere Vereine hat Walter Kitschke sein Engagement gesteckt: den Kriegerverein Rudelzhausen, den Kegelverein Enzelhausen, den Eisenbahner Sportverein Mainburg und den Bienenzucht- und Obstbauverein Enzelhausen.

Der Landrat drückte nach der Überreichung der Ehrennadeln und Urkunden noch einmal die eigene Wertschätzung und die des Ministerpräsidenten aus, auch wenn er die Ehrung nur als „kleine Geste“ erachtete. Gleichzeitig sei hier ein repräsentativer Querschnitt des Ehrenamts im Landkreis versammelt und die Menschen dahinter seien für ihr oft langjähriges großes Engagement ausgezeichnet worden.