TSV Rudelzhausen

Regen begleitet das TSV-Volksfest: Am „Behördenabend“ feiern die Bayern-Fans

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom 17. Mai 2010

Von Erich Vohburger
Rudelzhausen. Total verregnet war der Auftakt des 35. TSV-Volksfestes an Christi Himmelfahrt (die Hallertauer Zeitung hat ausführlich berichtet), doch auch an den weiteren Tagen bis zum Festausklang am gestrigen Sonntagabend blieb das miese Wetter ein treuer Wegbegleiter. Dennoch war der Besuch weitgehend gut, wozu am Samstag auch die Übertragung des DFB-Pokalfinales auf einer Leinwand neben der Bühne beitrug. „Opfer“ des Sauwetters waren in erster Linie die Schausteller und die Autofahrer, die die sumpfigen Parkplätze auf der Festwiese kaum nutzen konnten.

Wer es trotzdem wagte, seinen fahrbaren Untersatz in der Schlammwüste abzustellen, kassierte auf dem Weg zum Festzeit nicht nur dreckige Schuhe bis obenhin, sondern ging zusätzlich das Risiko ein, mit dem Pkw in der aufgeweichten Wiese stecken zu bleiben. Die Folge: Die Zufahrtsstraßen zum Festgelände waren zeitweise restlos zugeparkt, es kam zu Verkehrsbehinderungen und Beschwerden. Kommentar von TSV-Vorsitzendem Werner Rauscher dazu: „Ich kann auch nichts ändern.“

Stark vertreten war am Samstag beim ,,Tag der Betriebe und Vereine“ die Raiffeisenbank Hallertau

Rasch vergessen waren die „Parkprobleme“ im Bierzelt. Nahezu voll war es gestern beim Mittagstisch, als sich die Festbesucher die Schmankerl aus der Festküche schmecken ließen. Mangels fehlender Alternativen des Wetters wegen harrten nicht wenige Gäste auch den Nachmittag über im „Biertempel“ aus, einige Volksfestfreunde erlebten sogar noch das abendliche Finale mit.

Verhalten begann der Freitagabend. Ab 22 Uhr drehte die Showband „Sigstas“ aus Niederbayern mit ihrer fränkischen Sängerin Kati aber mächtig auf und hatte es bald geschafft: Zu ihren Ohrwürmern wie „Biene Maja“, „Baby come back“ und den „Bobfahren“ klatschte und schunkelte das Publikum begeistert vor allem die jüngeren Gäste in den vorderen Reihen erklommen Tische und Bänke – und die Post ging richtig ab, bis Mitternacht herrschte „Partystimmung pur“.

Bayerische Bierzeltmusik lieferte hingegen Helmut Schranner mit seinen „Holledauer Musikanten“ am Samstagabend. und die passte perfekt zum „Tag der Betriebe, Vereine und Behörden“. Ab dem frühen Abend trudelten die Belegschaften von Firmen sowie die Abordnungen einiger Vereine ein, Behördenvertreter waren indes dünn gerat, weshalb sich TSV-Boss Werner Rauscher eine persönliche Begrüßung ersparte und dafür pauschal alle Festgäste Willkommen hieß. 

Die Fans des FC Bayern München mussten den Bierzeltbesuch nicht vorzeitig abbrechen, weil im Zelt ‚kurzfristig eine Leinwand aufgebaut wurde und darauf die Live-Übertragung des Pokalfinales zu sehen war. Dass die Bayern-Anhänger nach dem 4:0-Triumph ihrer Lieblinge gegen Werder Bremen das „Double“ reichlich begossen. konnte dem Festausrichter nur recht sein. Die eigenen Kicker kamen am Nachmittag nämlich im Derby gegen Nachbar Au nicht über ein 1:1 hinaus, und die Reserve des Festvereins kassierte gar eine. deftige 0:5-Klatsche.