TSV Rudelzhausen

Obwohl die ersten Tage total verregnet sind: Schlechtes Wetter kein Schaden für Volksfest

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom 15. Mai 2010

Aufenthalt im beheizten Festzelt angenehm – Heute „kleine Preise“ und Behördentag

R u d el z ha u s en . „Das Wetter können wir halt noch nicht machen“ – jammerte TSV-Vorsitzender Werner Rauscher, als die Volksfesteröffnung am Donnerstagmittag total verregnet war und sich ein „Ende der Regenzeit“ auch nicht abzeichnete. Groß klagen musste der TSV-Boss trotzdem nicht, denn das Bierzelt war gut gefüllt. Und weil eingeheizt war, blieben die Besucher durchaus auch gerne im Trockenen sitzen.

Folglich lässt sich der Auftakt des 35. TSV-Volksfestes als „feuchtfröhlich“ beschreiben. Denn es „waschelte“ am Donnerstagvormittag nicht nur während des Gedenkgottesdienstes in der Pfarrkirche, sondern auch danach beim Standkonzert am Rathausplatz und beim Ausmarsch zum „Biertempel“. Hier ging’s dafür umso schneller, schließlich sollten die treuen Festbesucher nicht nur außen nass werden.

Ganze zwei Schläge benötigte Werner Rauscher zum Anzapfen des ersten Fasses, um exakt um 11.04 Uhr verkünden zu können ,,o’zapft is“. Rasch kreisten bei den Ehrengästen vor der Schänke die Masskrüge mit dem süffigen Festbier aus der Schlossbrauerei Au zum „Prosit der Gemütlichkeit“. Auffallend war dabei, dass die Hopfen-Hoheiten fehlten. Dass sie allesamt terminlich verhindert waren, erfuhr die Hallertauer Zeitung auf Nachfrage.

Einen flotten Marsch dirigierte Bürgermeister Konrad Schickaneder

An Prominenz vertreten waren neben Bürgermeister Konrad Schickaneder seine Amtskollegen Karl Ecker aus Au, Sepp Reiser aus Mainburg und Heinrich Kiermaier aus Hörgertshausen, außerdem die Abordnungen von 15 Vereinen. Ihnen allen galt der Willkommensgruß des TSV-Vorsitzenden, der allerdings Glückwünsche an alle Papas im Festzelt zum Vatertag vergaß.
Zu sehr belastete ihn wohl das miese Wetter, doch tröstete er sich letztlich mit der Binsenweisheit, dass irgendwann mal wieder die Sonne scheine, wenn es lange genug geregnet habe. Gestern war noch Letzteres der Fall – zum Leidwesen der Schausteller und Fahrgeschäfte im Freien.

Bürgermeister Konrad Schickaneder freute sich am Donnerstag indes darüber, dass es die Rudelzhausener geradezu als Verpflichtung betrachten, zum Volksfest zu gehen, selbst wenn das Wetter noch so schlecht sei. Er dankte dem TSV und allen Helfern für die Ausrichtung des Festes und wünschte einen erfolgreichen Verlauf.

Heute ist bereits der dritte Festtag. der von 15 bis 17.30 Uhr mit dem „Nachmittag der kleinen Preise“ lockt. Die frische Mass Bier ist für nur 3,50 Euro zu haben, auch Hendl, Steckerlfische, Schweinswürstl und Käse gibt es zu Preisen wie aus Großmutters Zeiten. Ab 18 Uhr ist „Tag der Vereine, Betriebe und Behörden angesagt, der von den „Holledauer Musikenten“ umrahmt wird.

Morgen ist ab 10.30 Uhr Frühschoppen, zu dem ebenso wie beim anschließenden Mittagstisch die Tegernbacher Schlossberg-Musikanten aufspielen. Den Festausklang bestreiten ab 17 Uhr die „Holledauer Nachtschwärmer“. die nur eine Pause machen, wenn abends die große Verlosung angesagt ist. Eine Reise, 50 Liter Auer Bier und zahlreiche Sachpreise sind dabei zu gewinnen.