TSV Rudelzhausen

Bei der Frühjahrsversammlung: Tennisler wollen „TSV-Pille“ so nicht schlucken

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom 29. März 2010

Abteilungsmitglieder stellen Fragen zur geplanten Satzungsänderung des Hauptvereins 

Rudelzhausen. Tennis gespielt wird kurz vor Ostern zwar noch nicht, jedoch wollten die Mitglieder der Tennisabteilung des TSV bei ihrer Frühjahrsversammlung am Samstag im Gasthaus Fester einen verbalen „Ballwechsel“ mit dem Vorstand des Hauptvereins führen. Denn zur Sprache kam die geplante Satzungsänderung, die bei der Jahreshauptversammlung des TSV im Juni zur Abstimmung gestellt wird. Die Abteilung fühlt sich dadurch „massiv eingeschränkt“, wie es Spartenchefin Evi Lewandowsky formulierte.

Von beiden Vorständen wurde vorgebracht, dass die Leiter aller drei Abteilungen laut neuer Satzung kein Stimmrecht bei Entscheidungen, gleich welcher Art, haben sollen, sondern lediglich die Vorstandschaft des TSV stimmberechtigt sein soll. Die Abteilungsleiter sowie der zweite Kassier sollen nur noch beratend tätig werden“, führte sie bei der Versammlung aus. Den anwesenden TSV-Vorsitzenden Werner Rauscher hat sie um eine Erklärung zur Satzungsänderung.

Rauscher wollte aber im Rahmen der Frühjahrsversammlung das brisante Thema nicht ansprechen. „Das gehört nicht hierher, wir werden hier keine Diskussion führen. Das ist TSV-Sache. „Die Vorstandschaft will die Änderung, die Gründe werden in der Jahreshauptversammlung erklärt“, so Rauscher.

Die Mitglieder wollten aber vorab mehr über die geplante Änderung wissen und vor allem, warum diese überhaupt nötig sei. Werner Rauscher meinte dazu, dass die Erklärungen von Evi Lewandowsky so nicht zutreffend seien, „es wird weiterhin genauso abgestimmt wie bisher. Wenn was knifflig ist, dann werden die Vier aus der Vorstandschaft nochmal zusammenkommen und darüber abstimmen“, erläuterte er. Das rief bei den Tennis-Mitgliedern aber weitere Fragen hervor. Sie wollten wissen, was eine solch „kniffelige“ Situation sei. Um welche Entscheidungen es geht, weiß man noch nicht. Wir reden nicht nur von Geld“, sagte Rauscher dazu.

„In Bulgarien gibt’s sowas vielleicht“, kommentierte ein Mitglied aus der Tennisrunde die ins Auge gefasste Satzungsänderung. Erst mit Werner Rausehers Auskunft, „wir vier aus der Vorstandschaft müssen laut Satzung mit unserer Unterschrift geradestehen und können aber alleine nichts entscheiden“, gaben sich die Mitglieder der Abteilung zunächst zufrieden.

„Wir wollen unsere Mitglieder fragen. was sie davon halten“, erklärte Evi Lewandowsky. weshalb das Thema bei der Frühjahrsversammlung auf den Tisch kam. Für sie bedeutet die Satzungsänderung eine „massive Einschränkung der Rechte der Abteilungsleiter und damit der Abteilung. Wir sehen es als unsere Pflicht an, die Mitglieder zu informieren. Für die Satzungsänderung ist eine Dreiviertelmehrheit der anwesenden Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung notwenig, deshalb wollen wir im Vorfeld Aufklärung betreiben und natürlich bewirken, dass sich möglichst viele Mitglieder unserer Abteilung Gedanken machen und zur Versammlung kommen“.

Die Jahreshauptversammlung des TSV findet am 18. Juni statt. Dass die geplante Satzungslinderung vorab zur Ansicht ins Internet gestellt werde, wurde als Wunsch von den Tennis-Mitgliedern geäußert. Ich wünsche mir, dass wir im Juni eine gute Lösung für alle finden. Wir wollen ja keinen Ärger“. meinte Lewandowsky abschließend.