TSV Rudelzhausen

Regelkundevortrag beim TSV: „Sehr zur Nachahmung empfohlen“

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom 22. Februar 2008

Coach Christian Müller lockt Geschäftsstellenleiter des Fußballverbandes in die Hallertau

Große Begeisterung herrschte im voll besetzten Sportheim des TSV Rudelzhausen/Tegernbach, nachdem Wolfgang Hauke, Geschäftsstellenleiter des Bezirks Oberbayern beim Bayerischen Fußball Verband, einen äußerst interessanten und lehrreichen Vortrag gehalten hatte.

Der Trainer der Blauweissen, Christian Müller, hatte Wolfgang Hauke in der Sportschule Oberhaching kennengelernt, als er dort seine Trainerausbildung machte und war von dessen Vortrag so begeistert, dass er ihn spontan in die Holledau einlud, um seinen Spielern und interessierten Fans und Schiedsrichterkollegen die Möglichkeit zu geben, sich von dem Rhetoriktalent Hauke über die 17 Fußballregeln, die Aufgaben der Schiedsrichter und vieles mehr informieren zu lassen.

Als die Aktiven nach einer Trainingseinheit gegen 19.15 Uhr das Sportheim betraten, war schon alles bereit und der Beamer warf das Logo der Blauweissen an die Wand. Pünktlich startete der Wahlmünchner mit der Frage, wie viele Fußballregeln es eigentlich gäbe und betonte, dass Ihn die lange Anfahrt von der Landeshauptstadt ins Herz der Holledau schon zweifeln ließ, ob er überhaupt noch richtig sei.

Referent Wolfgang Hauke mit TSV-Trainer Christian Müller und einigen Seniorenspielern

Insgesamt zwei Stunden referierte Schiedsrichter Wolfgang Hauke witzig und humorvoll über die Unterschiede zwischen Ermessens- und Entscheidungsspielraum eines Schiedsrichters, betrachtete die regeltechnischen Variationen von unerlaubten Betreten und Verlassen des Spielfeldes und appellierte an die Zuhörer, „fair“ mit den Unparteiischen umzugehen, da es nicht einfach sei, gleichzeitig „Polizist“, „Vollzugsbeamter“, „Richter“ und „Staatsanwalt “ in einer Person zu sein. 

Hauke erläuterte die Struktur des Bezirkes Oberbayern und wies eindringlich auf das Engagement des BFV gegen Rassismus hin. Ein oft zitierter Satz: „Fußball verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur“ – deshalb gilt vor allem das Motto „mehr miteinander – nicht gegeneinander“. Nach dem Spielabbruch des TSV in der Hinrunde gegen die Türken aus Freising war dieser „sanfte Hinweis“ ganz besonders angebracht.

Anhand von Fotos und kleinen Videoclips veranschaulichte er die eine oder andere Situation und sorgte mit Beispielen aus eigener Schiri-Erfahrung immer wieder für Lacher.

Interessant wurde es, als Hauke dann plötzlich Regeltests verteilte und die Anwesenden bat, die Fragen zu verschiedenen Spielsituationen zu beantworten. Da sieben der insgesamt 50 Testteilnehmer nach der Auswertung am meisten Fragen richtig beantwortet hatten, wurde Stefan Kaindl per Los zum Sieger gekürt und erhielt dafür ein Sweatshirt des BFV-Bezirk Oberbayern. Stürmer Erkan Ulucan und schließlich auch einer der „Fans“, Alois Winkler bekamen für die gleiche Anzahl richtiger Antworten jeweils ein T-Shirt. 

Zu guter Letzt überreichte Hauke den Fußballern des Kreisklassenaufsteigers einen Spielball als erinnerung an sein Referat. Ein gelungener Abend sehr zur Nachahmung empfohlen.