TSV Rudelzhausen

In der Abteilung läuft es rund, nur eines fehlt: Tennisler suchen verzweifelt einen Platzwart

Bericht aus der Hallertauer Zeitung vom  23. Oktober 2006

Evi Lewandowsky bleibt Abteilungsleiterin – Sportlich „die Kleinsten die Größten“

Sepp Rauscher, Helga Bauer, Georg Stiglmaier, Evi Lewandowsky, Karin Wagner, Mike Ewerling und Astrid Chaluppa (von links) bilden das Führungs-Team der Tennisabteilung. Was  fehlt ist der Platzwart.           Foto:Hainzinger 

Rudelzhausen (hai). Eigentlich, hätte Evi Lewandowsky keinen Grund, auf die Mitglieder ihrer Tennisabteilung im TSV „stinkig“ zu sein. Sportlich zwar nicht überragend, aber doch mit schönen Erfolgen für die jüngsten Spieler ging die diesjährige Saison zu Ende, in der auch finanziell und kameradschaftlich alles passte. Nur auf einem blieb die einstimmig wiedergewählte Abteilungsleiterin auch am Freitagabend bei der Jahresabschlussversammlung im Gasthaus Festner/Busch sitzen: nämlich auf dem Posten des Platzwartes.

So recht „reißen“ tut sich bei den Tennislern Keiner um den Job. den in den vergangenen Jahren Gerwald Niedermaier „inoffiziell“ erledigt hatte. Weil aber auch er sich nicht mehr alleine um die Tennisplätze kümmern mag und sich selbst auf sein Angebot hin, dem neuen Platzwart mit Rat und Tat zur Seite zu stehen  jemand fand, bleibt der Posten nach den Neuwahlen am Freitag vorerst verwaist.

Keine Probleme gab es dagegen bei der Besetzung der weiteren Ämter in der Führungsmannschaft. Nahezu unverändert wird sich diese in den kommenden zwei Jahren präsentieren. Evi Lewandowskv wurde ein stimmig als Abteilungsleiterin wiedergewählt, ihr Stellvertreter ist wie schon in der vergangenen Amtsperiode Mike Ewerling. Die Tennis-Kasse bleibt in den Händen von Helga Bauer. Astrid Chaluppa übernimmt in den kommenden zwei Jahren das Schriftführer-Amt. Sepp Rauscher

bleibt Sportwart und sitzt damit im Abteilungs-Beirat. Ebenso wie Karin Wagner, die den Posten des Heimwarts übernimmt, und Georg Stiglmaier, der künftig zweiter Jugendleiter neben Mike Ewerling ist.

173 Mitglieder zählt die Tennisab­teilung mittlerweile und „damit müssen wir mehr als zufrieden sein,“ unterstrich Evi Lewandowsky die positive Entwicklung der Abteilung. Vor allem beim Schnuppertraining konnten Kinder für den weißen Sport begeistert werden, dabei schlossen sich sogar einige der Eltern der Abteilung an.

Messen konnten sich die Nachwuchsspieler in der vergangenen Saison bei den Gemeindemeisterschaften, die in der kommenden Spielzeit auch für die Erwachsenen durchgeführt werden sollen.

Im Mannschaftsbetrieb waren „die Kleinsten die Größten“, wie die Abteilungsleiterin lobte. Die erste Bambini-Mannschaft wurde ungeschlagen Meister in der Kreisklasse 1 ebenso die Mädchen, die jedoch mit der Mädchenmannschaft des SC Tegernbach an den Start gingen. Eine zweite Bambini-Mannschaft soll es auch in der neuen Saison geben, nachdem die Kleinsten in der vergan­genen Runde den sechsten Platz in der Kreisklasse 1 belegten.

Im Umbruch befindet sich die Her­renmannschaft die sich in der Kreisklasse 1 mit dem sechsten Platz vor dem Abstieg rettete. Personell gebeutelt wurde während der Saison das Damen-Team, das schließlich Letzter wurde und aus der Kreisklasse absteigen muss.

Die Herren 40 konnten mit dem sechsten Platz in der Bezirksklasse 3 die Liga halten und dies wie eine Meisterschaft feiern. Weniger Glück hatten die Damen 40, die in der Kreisklasse Letzte wurden.

„Enttäuschend“ nannte Evi Lewandowsky das Abschneiden der Junioren in der Bezirksklasse 2. Weil es einigen Spielern an „Moral und Engagement“ fehlte, landete die Mann­schaft auf dem letzten Platz und wird in der nächsten Saison wohl nicht mehr gemeldet. Bleibt zu hoffen, dass die Tennisabteilung dann zumindest bald einen neuen Platzwart „melden“ kann.