TSV Rudelzhausen

10.000 Gäste feiern in Rudelzhausen

Richard Lorenz vom Münchner Merkur blickt auf das vergangene Volksfest zurück


Bericht aus dem Merkur bzw. Freisinger Tagblatt vom 19.05.2026 – von: Richard Lorenz

10.000 Gäste feiern in Rudelzhausen – und 2027 gibt es einige Überraschungen

Das Volksfest des TSV Rudelzhausen hat eine lange Tradition, die schon 50 Jahre lang währt. Auch in diesem Jahr wurde in der Gemeinde wieder kräftig gefeiert.

Rund 10.000 Gäste lockte das Volksfest in Rudelzhausen innerhalb von vier Tagen an, weshalb im Festzelt stets reger Betrieb herrschte. © Lorenz

Rudelzhausen – Seit knapp 50 Jahren organisiert der TSV Rudelzhausen in Eigenregie das Volksfest, das in vielerlei Hinsicht ein Highlight der Gemeinde ist. Es ist zwar nicht riesig, dafür aber familienfreundlich und voller schöner Momente. Einen Grund, warum das Fest so beliebt ist, brachte Bürgermeister Michael Krumbucher auf den Punkt: „Das ist noch genauso wie in meiner Kindheit.“

Das Altbewährte zog auch heuer wieder sehr viele Gäste an. Zwischen Los- und Schießbude, dem Stand mit den Schokofrüchten und der Schiffschaukel wirkte es nämlich gerade so, als sei die Volksfestzeit in Rudelzhausen auf eine sehr charmante Weise stehen geblieben. Und genau dieser Volksfestcharakter, der an die „Oide Wiesn“ erinnert, verbindet spürbar die Generationen, die rund um das Vatertagswochenende zum Festplatz gepilgert sind – und das in Massen.

„So rund 10.000 Besucher werden wir schon gehabt haben“, rechnete TSV-Vorstand Siegfried Grimm nach. An die 100 Hektoliter Bier wurden ausgeschenkt, an die 500 Kilo Rollbraten und rund 2500 halbe Hähnchen sorgten für die richtige Grundlage. „Wir machen ja alles selbst, außer die Bedienung – sonst ginge es ja gar nicht. Und deshalb will ich auch allen danken, die mitgeholfen haben, auch allen Unterstützern und Sponsoren“, so Grimm.

Oldtimer-Treffen als Höhepunkt

Um den Senioren ebenfalls etwas zu bieten, hat der TSV am Freitag einen Musikantentag ausgerufen, bei dem es für alle ab dem 60. Lebensjahr eine Maß Bier und ein halbes Hendl für zwölf Euro gab. Der wurde laut Grimm sehr gut angenommen, auch von Senioren aus dem ganzen Landkreis. Was Festreferent Wieland Scheer freute: „Auch heuer war das Volksfest eine sehr friedliche Angelegenheit. Die Leute hatten einfach Spaß.“ Scheer hatte aber auch noch ein Versprechen mit dabei: „Im kommenden Jahr haben wir ein Jubiläum: 50 Jahre Volksfest Rudelzhausen. Da wird es einige Überraschungen geben. Unter anderem wird das Volksfest einen Tag länger dauern.“ Bei Krumbucher kamen unterdessen Kindheitserinnerungen hoch: „Da waren der Autoscooter und das Karussell auch schon da. Was braucht man mehr?“

Vor allem für Kinder eine Attraktion: Auf dem Festgelände gab es eine Schiffschaukel. © Lorenz

Ein weiterer Höhepunkt war das Oldtimer-Treffen am letzten Volksfesttag, bei dem es wieder einmal zahlreiche Schmuckstücke zu bewundern gab. Darunter einige VW-Käfer und das ausgemusterte Nandlstädter Feuerwehrauto, das der Besitzer und ehemalige 3. Bürgermeister Michael Schranner immer noch nutzt, unter anderem, um „dreckige Straßen sauber zu spritzen“.

Das Volksfest Rudelzhausen ist ein unaufgeregtes Volksfest, das sehr viele Menschen aus dem Landkreis verbindet und aus der bayerischen Kultserie „Irgendwie und Sowieso“ gefallen sein könnte. Mit Krumbucher hat es sogar seinen ganz eigenen „Sir Quickly“, dem kurz vor dem Heimgehen noch etwas einfiel. „Ich hab‘ als Bub mal beim BRK-Glückshafen den ganz großen Preis gezogen, aber mir fällt einfach nicht mehr ein, was es war“, sagte der Rathauschef lachend.

Am Sonntag endete das Volksfest dann gemütlich. Am Montag hat der TSV das Zelt prompt ausgebaut. Jetzt heißt es warten bis zum kommenden Jahr, wenn der TSV Rudelzhausen das große Jubiläumsvolksfest ausruft.