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Große Begeisterung herrschte am vergangenen
Freitag Abend im voll besetzten Sportheim des TSV
Rudelzhausen/Tegernbach nachdem Wolfgang Hauke, Geschäftsstellenleiter
des Bezirks Oberbayern beim Bayerischen Fußball Verband e.V. einen
äußerst interessanten und lehrreichen Vortrag gehalten hatte.
Der Trainer der Blauweissen, Christian Müller, hatte Wolfgang Hauke
in der Sportschule Oberhaching kennengelernt, als er dort seine
Trainerausbildung machte und war von dessen Vortrag so begeistert,
dass er ihn spontan in die Holledau einlud, um seinen Spielern und
interessierten Fans und Schiedsrichterkollegen die Möglichkeit zu
geben, sich von dem Rhetoriktalent Hauke über die 17 Fußballregeln,
die Aufgaben der Schiedsrichter und vieles mehr informieren zu
lassen.
Als die Aktiven nach einer Trainingseinheit gegen 19.15h das
Sportheim betraten, war schon alles bereit und der Beamer warf das
Logo der Blauweissen an die Wand.
Pünktlich startete der Wahlmünchner mit der Frage, wie viele Fußballregeln
es eigentlich gäbe und betonte, dass Ihn die lange Anfahrt von der
Landeshauptstadt ins Herz der Holledau schon zweifeln ließ, ob er
überhaupt noch richtig sei.
Insgesamt 2 Stunden referierte Schiedsrichter Wolfgang Hauke witzig
und humorvoll über die Unterschiede zwischen Ermessens- und
Entscheidungsspielraum eines Schiedsrichters, betrachtete die
regeltechnischen Variationen von unerlaubten Betreten und Verlassen
des Spielfeldes und appellierte an die Zuhörer, „fair“ mit den
Unparteiischen umzugehen, da es nicht einfach sei, gleichzeitig
„Polizist“, „Vollzugsbeamter“, „Richter“ und
„Staatsanwalt “ in einer Person zu sein. Hauke erläuterte die
Struktur des Bezirkes Oberbayern und wies eindringlich auf das
Engagement des BFV gegen Rassismus hin. Ein oft zitierter Satz:
„Fußball verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion
und Kultur“ – deshalb gilt vor allem das Motto „mehr
miteinander – nicht gegeneinander“. Nach dem Spielabbruch des
TSV in der Hinrunde gegen die Türken aus Freising sicherlich ganz
besonders angebracht.
Anhand von Fotos und kleinen Videoclips veranschaulichte er die eine
oder andere Situation und sorgte mit Beispielen aus eigener
Schiri-Erfahrung immer wieder für Lacher.
Interessant wurde es, als Hauke dann plötzlich Regeltests verteilte
und die Anwesenden bat, die Fragen zu verschiedenen Spielsituationen
zu beantworten. Da 7 der insgesamt ca. 50 Testteilnehmer nach der
Auswertung am meisten Fragen richtig beantwortet hatten, wurde
Stefan Kaindl per Los zum Sieger gekürt und erhielt dafür ein
Sweatshirt des BFV-Bezirk Oberbayern. Stürmer Erkan Ulucan und
schließlich auch einer der „Fans“, Alois Winkler bekamen für
die gleiche Anzahl richtiger Antworten jeweils ein BFV-T-Shirt
„NEIN zum RASSISMUS“. Ein gelungener Abend, der so schnell nicht
vergessen wird – zur Nachahmung empfohlen.
(Das Foto zeigt Wolfgang Hauke mit Trainer Christian Müller
und einigen Seniorenspielern)
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